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Mit Kindern in Neuseeland: Reisetipps

Neuseeland mit Kindern: Tipps

Transport und lange Distanzen
Unterkunft
Essen in Neuseeland
Einkaufen und Kosten
Tipps für den langen Flug nach Neuseeland

Transport und lange Distanzen


Wer trotz Kindern im Fahrzeug ganz Neuseeland sehen will, wird mindestens 40 Stunden lang auf Achse sein, eine unglaublich lange Zeit für gelangweilte Rücksitzpassagiere! Kürzere Reisedistanzen und mehrere Nächte an einem Ort wären eine bessere Reisegeschwindigkeit, wenn man Stress und Belastung vermeiden will.

Viele Familien wählen auch nur drei bis vier Regionen, die sie bis zu einer Woche lang als Ausgangsbasis für Ausflüge verwenden. Dies bringt Routine in den Alltag und bringt jenachdem sogar reichere Erlebnisse mit sich, die sich wegen wiederholter Vertrautheit auch besser einprägen werden.

Reisetipps: Kinder in NeuseelandWenn Kinder im Auto schlafen können ist das super, für die Fahrt empfiehlt sich ansonsten natürlich, eine ganze Palette an DVDs, Spielen, Büchern, Hörspielen, Musik, Malutensilien etc. mitzunehmen.  Man kann Schafe, Kühe, Palmen oder Milchlastwagen zählen, personalisierte Nummernschilder lesen, Maori-Wörter auf Schildern zusammen aussprechen, zu einer CD Maorilieder singen lernen (z.B. das Album 'Songs for Bubbas' von Anika Moa), usw.

Vielleicht kann man Kinder in die Reiseplanung einbeziehen, eine Kamera oder ein Reisetagebuch geben, ihre Wünsche berücksichtigen, ihnen sogar die Navigation überlassen, unterwegs einen Höhepunkt einplanen, bei Spielplätzen, Bibliotheken und Stränden halten, usw.

Unterkunft

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Siehe unser Ebook: Reisen in Neuseeland Hierzu gibt es nicht allzu viele Tipps für das Reisen mit Kindern, ausser dass natürlich es bequemer ist mehr als ein Schlafzimmer zu haben, und dass das während drei bis vier Wochen ganz schön ins Geld gehen kann. Die wichtigste Entscheidung ist wohl, ob man einen Campervan oder ein Auto mietet, Gruppenreisen als weitere Alternative sind kaum auf Familien mit Kindern ausgerichtet.

  • Campervan/Wohnmobil: im eigenen Campervan-Häuschen frei durch Neuseeland zu ziehen ist ein Traum vieler Familien, das hat auch viele Vorteile. Man übernachtet direkt in der Natur an den schönsten Plätzen des Landes, speziell in günstigen DOC-Camps oder beim Freedom Camping. Die luxuriöseren Campingplätze haben nicht nur schöne Küchen und heisse Duschen, sondern auch Schwimmbäder, Spielplätze, Unterhaltungsräume und Wifi. Der Campervan macht einen zeitunabhängig und man kann in der eigenen Küche jederzeit eine Mahlzeit zubereiten. Für Kinder wird das Wohnmobil zu einem Refugium, in dem man sich sicher und wohl fühlt, wo man sich ausruhen und bei Regen drin spielen kann, nicht zu vergessen das Gefühl von Abenteuer, im eigenen grossen Campervan zu reisen! Die Reise muss nicht von Anfang bis Ende durchgeplant sein, man findet ausser an Weihnachten und Neujahr fast immer einen freien Campingplatz, sei es dann halt ohne Stromanschluss. Siehe unsere Campervan-Tipps.
  • Zelten: Trotz Mietwagen kann man an den schönsten Plätzen zelten, das Ziel kann sein mal ein paar Nächte an einem Strand zu verbringen oder schlicht Geld zu sparen indem man so oft es geht auf dem Zeltplatz übernachtet. Das macht sich je nach Ausrüstungsstandard schon nach ein paar Nächten bezahlt, günstige Campingutensilien gibt es in vielen Warenhäusern und Läden. Kinder können in der Natur herumrennen und haben Erlebnisse, die sich besser einprägen als ein schönes Badezimmer in einem Hotel. Jeden Tag und bei jedem Wetter neu einen Zeltplatz zu suchen und einzurichten kann allerdings auch stressig oder kalt werden.

Kinder in Neuseeland Reisetipps: Super Zeltplätze

  • Motels: Für Familien speziell geeignet, weil sie fast alle eine Küchennische bieten, mit der man teure Abendessen oder ungesunde Takeaways vermeiden kann. Es gibt auch Motels mit Familienzimmern und privaten Jacuzzies, aber der Erlebnisfaktor ist oft etwas beschränkt, weil sie vor allem auf Geschäftsleute ausgerichtet sind.
  • Ferienwohnungen: Für längere Aufenthalte mieten Neuseeländer eine ‚Bach‘ oder ‚Crib‘, teilweise sind ‚Holiday Homes‘ auch für Kurzaufenthalte verfügbar. Apartments mit zwei Schlafzimmern sind für Familien wohl die ideale Unterkunft.
  • Bed & Breakfast: Viele B&Bs bieten denselben Komfort wie eine Ferienwohnung, wobei die Chancen grösser sind nette Neuseeländer kennenzulernen, und natürlich muss man sich um das Frühstück nicht kümmern. Viele B&B-Eigentümer akzeptieren Kinder erst ab einem bestimmten Alter, was ja eigentlich auch verständlich ist, wenn sie ihr eigenes Haus für Gäste öffnen und sich ev. um das Mobiliar oder den Lärm sorgen machen. Für viele andere ist es eine schöne Erfahrung, Kinder aus aller Welt kennenzulernen.
  • Hotels: In Neuseeland gibt es eher weniger Hotels als anderswo, aber vielleicht hat man Glück wegen einer besonders zentralen Lage oder mit einem Kinderhütedienst.
  • Backpacker-Hostels: Weshalb sich nicht mal unter die Backpacker in den vielen Hostels mischen, schliesslich sind das unkomplizierte und günstige Unterkünfte, die oft Privatzimmer und eine gute Infrastruktur für den Gemeingebrauch bieten. Lärmige Partyhostels kann man mit einem Blick auf die Webseite erkennen, die meisten Hostels sind eh voll mit neuseelandverrückten jungen Leuten, die abends genauso müde sind wie Eltern!

Hier mehr Tipps zu den diversen Unterkunftsarten.

Essen

Frühstück und Mittagessen nimmt man oft in einem der unzähligen Cafes zu sich, diese bieten viele günstige und meistens auch gute und gesunde Mahlzeiten aller Art, auch glutenfrei, und der Kaffee ist meistens hervorragend gut. Wenn die Eltern Kaffee trinken, dann bestellen Kinder oft einen ‚Fluffy‘, das ist eine kleine Tasse mit aufgeschäumter Milch. Das Getränk der Wahl ist übrigens meistens Wasser, denn das wird in jedem Cafe und Restaurant gratis ausgeschenkt und das macht auch keinerlerlei Aufsehen.

Kinder in Neuseeland Reisetipps: Unterkunft mit Schwimmbad...

Restaurants besucht man eher abends, diese sind auch etwas teurer, aber es gibt oft Kindergerichte und man kann Resten problemlos in einem ‚Doggie Bag‘ mitnehmen. Es gibt sehr viele exotische asiatische Optionen, mit grossen Portionen. Babysitter kann man sicher auch einmal finden, sei es durch die Unterkunft oder für den jeweiligen Ort via Internet, es gibt sogar ausgebildete Babysitter mit Zertifikat.

Takeaways sind sehr zahlreich, aber in kleinen Dörfern ist das meistens nur ein chinesisches Takeaway, das sich auf Fish n‘ Chips und andere fritierte Gerichte spezialisiert. Speziell zahlreich sind auch Sushi Takeaways und Pizzas. Es wird sich sicher bald herausstellen, was die Kinder bald jeden Tag verlangen werden...

Für abenteuerlustige Familien gibt es natürlich noch die Option, sich das Essen selber in der Natur zu organisieren! Eine günstige Angelrute kaufen und mit etwas Köder auf einem Steg fischen gehen oder mit einem Eimer auf die Sandbank waten und Muscheln sammeln sind wohl die einfachsten Wege. Das Wildschweinjagen und Jakobsmuschelntauchen überlässt man besser den Kiwis.

Einkaufen und Kosten

Der erste Supermarkt und ein grosses Warenhaus sind nur ein paar hundert Meter vom Flughafen Auckland entfernt. Die Ladengrösse entspricht in etwa amerikanischen Proportionen, wenn auch die Auswahl für Vieles im Detail nicht so gross wie in Europa sein wird. Viele Importwaren sind teurer und da die Landwirtschaft in Neuseeland nicht subventioniert wird, sind vor allem Milchprodukte erstaunlich teuer. In ländlichen Zentren gibt es oft halbgrosse Supermärkte mit leicht teureren Preisen, aber fast an jeder Ecke gibt es kleine Läden (meistens ‚Dairy‘ genannt), in denen man das wichtigste für das Überleben einkaufen kann.

Viele Städte haben wöchentliche Frischmärkte, es lohnt sich nach denen Ausschau zu halten, um günstigere und gesundere Kost als in den Supermärkten zu finden.

Spezialgeschäfte sind auf dem Land eher selten, am besten besucht man nach Ankunft bereits je einen Outdoorladen (z.B. Kathmandu), ein Warenhaus (z.B. The Warehouse oder Kmart), Apotheken, Babygeschäfte oder Sportläden. Für Kinder eignet sich als Reisekleidung und Souvenir besonders Merinowolle (z.B. Icebreaker), das ist zwar sehr teuer, ist aber auch allerbeste und bequemste Qualität, die harte Behandlung gut aus- und sehr warmhält. Possumwolle hält auch im kältesten Europawinter warm, gut als Socken, Mützen und Handschuhe!

Kinder in Neuseeland Reisetipps: lustige Briefkästen unterwegs

Für Familien besonders teuer sind wohl die Flugkosten (je nach Alter der Kinder, von Fluglinie zu Fluglinie unterschiedlich), Abend-Mahlzeiten in Restaurants, Eintrittskosten und Aktivitäten, die Unterkunft in Hotels, Motels oder Ferienwohnungen sowie der Transport in einem grossen Mietwagen oder super Campervan. Geld sparen kann man vor allem mit älteren kleineren Mietautos oder Campervans, unkomplizierten Unterkünften wie Holiday Parks und Backpacker-Hostels, sowie sich Mahlzeiten selber organisieren und zubereiten. Siehe unsere separate Seite zu den Reise-Kosten in Neuseeland.

Tipps für den langen Flug nach Neuseeland

Der lange Flug kann ganz mit viel Schlaf problemlos vonstatten gehen, aber es kann auch eine lange harte Angelegenheit werden, wie es wirklich wird lässt sich leider nicht vorhersagen und auch die beste Planung kann versagen, wenn plötzlich die Beine jucken oder die Kinder wegen Turbulenzen oder Langeweile nervös werden. Abhilfe schaffen können Premium Economy-Angebote, bei denen man mehr Raum oder sogar eine Liegefläche zugeteilt bekommt, es gibt auch neue Flugzeugtypen mit bequemeren Innenräumen und mehr Unterhaltungsmöglichkeiten. Der Unterbruch der Reise mit interessanten mehrtägigen Zwischenhalten kann Jetlag ebenfalls mindern, sofern man dafür genügend Urlaubstage und Budget hat.


Ein klassisches Problem beim Fliegen ist der Luftdruck-Unterschied, der zu Druckgefühlen und Ohrenschmerzen führen kann, besonders bei erkälteten Kindern (Nasenspray oder Ohrentropfen mitnehmen!). Im schlimmsten Fall kann es sogar Verletzungen geben. Den Druckausgleich kann man oft mit Gähnen, Trinken oder Kauen erreichen, aber nicht immer. Ein echtes Druckausgleichsmanöver wie beim Tauchen, wo man bei geschlossener Nase die Luft hauszudrücken versucht, ist bei Kindern leider oft vergeblich. Während Starts und Landungen wach bleiben, viel trinken bzw. stillen und essen wird empfohlen, auch weinen selbst kann durchaus helfen den Druck auszugleichen. Ebenfalls gibt es Unterschiede zwischen alten und neuen Flugzeugtypen und ganz offensichtlich sinnvoll ist der Tipp, zusätzliche Zwischenlandungen zu vermeiden.

Die Langeweile und Nervosität kann man vielleicht reduzieren, wenn man mit den Kindern den Flug zusammen plant, sie wissen was auf sie zukommt, es als super Abenteuer wahrnehmen und ihre Lieblingsteddies sicher nicht im Bordgepäck verstaut sind. Viele Snacks und Spiele sind ein Muss, ebenfalls sollte man sicher stellen, dass die Kinder auch hoch genug sitzen für die Bildschirme und einen Kopfhörer haben, der passt.

Die Zeitverschiebung kann vor allem Kinder sehr müde machen, je früher man sich an die lokale Zeit gewöhnt, desto besser. Abgesehen von einem kürzeren Nickerchen sollte man versuchen, erst wenn es dunkel wird zu schlafen. Am Morgen am besten zu normaler Zeit aufstehen, so dass die Müdigkeit bald überwunden werden kann. Während dem Flug und nachher sollte man eher leicht essen, weil der Körper zu diesen Zeiten normalerweise Ruhe gewohnt ist.

Nach der Landung gilt es, sich Zeit für die Umstellung an den Reisemodus und die Anpassung an das Land, Klima, Umfeld usw. zu nehmen. Aber wer weiss, vielleicht ist auch nur ein Spaziergang am Strand ausreichend, um alle Strapatzen schnell zu vergessen!

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